17.12.2025, 20:38
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
„Ach, gutes Essen macht mich auch schon sehr glücklich“, meinte Fred. Ja, gerade versuchte sie sich ständig einzureden, dass sie auch sehr gut ohne Sex mit Mammon auskam. Als sie keine Zeit mit ihm verbracht hatte, war das mit der Zeit auch relativ leicht geworden, aber jetzt, da sie neben ihm saß, wurde es langsam zu einer Kunst sich die Sache weiterhin einzureden.
„Natürlich bin ich das“, behauptete Fred. Oh, diese Lüge. Von Sekunde zu Sekunde beschlich sie immer mehr das Gefühl, dass sie am Ende doch nach irgendetwas betteln würde. Aber noch versuchte Fred krampfhaft standhaft zu sein und sich nicht darauf einzulassen heute mit Mammon zu schlafen. Sie wollte weiterhin vernünftig sein und ihre Freunde schützen. Na ja und ein Stück weit sich selbst. Sollte Mammon jemals herausfinden, dass sie ihn die ganze Zeit wegen Willow belogen hatte, würde es böse enden, da war Fred sich sicher. Deswegen wollte Fred am liebsten möglichst weit weg von Mammon sein, wenn er herausfand, was Sache war.
Ohne groß zu zögern nahm Fred eine der Nüsse aus ihrer Schale und warf die Nuss nach Mammon, als dieser davon anfing zu reden Kleider zu ihrer Arbeitskleidung zu machen. Davon wollte die Halbdämonin definitiv nichts wissen.
„Vielleicht auch einen ganz schlechten“, murmelte Fred. Ja, Mammon sah verdammt gut aus und der Sex mit ihm war extrem gut, aber eine gute Wahl war er sicher nicht. Er war sehr ich-bezogen, mächtig und durchaus gefährlich. Den perfekten Partner würde Fred auf jeden Fall komplett anders beschreiben. Sich also ausgerechnet jemanden wie Mammon auszusuchen, war eine dumme Entscheidung.
„Gut, dann weiß ich Bescheid, dass ich in Sachen Begierde Optionen habe.“ Aber gerade entschied sie sich da definitiv für die schlechteste Option. Sie sollte auf jeden Fall aufstehen und gehen, aber sie tat es einfach nicht. Wie konnte sie nur so dumm sein?
„Sag bloß dir macht tanzen keinen Spaß!“ Wer zur Hölle tanzte nicht gerne, wenn er feiern ging? War man überhaupt richtig feiern gewesen, wenn man nicht betrunken getanzt hatte? „Aber vielleicht, ganz vielleicht wäre ich bereit davon abzusehen hier zu bleiben.“ Was ganz alleine daran lag, dass die Vorstellung an einen tanzenden Mammon Dinge mit ihren Körper tat. Die Vorstellung ließ eine gewisse Lust in ihrer noch größer werden und deswegen bröckelte ihre Abwehrhaltung immer mehr dahin. „Vielleicht könnte ich mich dazu bewegen lassen mit dir zu kommen, wenn du mir Champagner versprichst. Den wollte ich schon immer mal probieren. Und du musst mir versprechen, dass du mir wirklich einen Song meiner Wahl vorspielst und zwar ohne dass ich mich vorher ausziehen muss oder sonst was tun muss. Plötzliche Rückzieher bei der unbeschränkten Songauswahl werden von mir nicht akzeptiert.“

