22.12.2025, 12:03
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
Wow, was war denn mit Fred los? Wieso war ihre Antwort so scharf? Er hatte ihr doch einen Gefallen tun wollen. Nein, ihre Reaktion verstand Mammon so gar nicht und deswegen schaute er sie etwas irritiert an. “Na schön. Dann profitier eben nicht von meinem Wissen.” Meinte Mammon nur. Aber irgendwie… freute ihn auch diese Reaktion. Wieso freute ihn das nur, dass sie anscheinend so eifersüchtig reagierte? Verdammt war das einfach nur veriwrrend. Menschliche Gefühle waren verwirrend. Da war die Hölle einfach viel besser. Aber gut, insgeheim wollte er da aber gar nicht mehr zurück, denn hier auf der Erde gefiel es ihm inzwischen sehr gut.
Aber was wollte Fred nun eigentlich? Abstand? Keinen Abstand? Gespannt sah der Teufelssohn Fred an als sie anfing zu sprechen. Doch wurde aus dem gespannten Gesichtsausdruck ein erneuter irritierter Blick. Sie… sie wusste es nicht? “Oh…” Kam nur aus ihm heraus. Na zum Glück fragte sie ihn nicht, was er wollte. Denn dann wäre das ernüchternde Ergebnis im Übrigen das Gleiche. Na gut, rein theoretisch wäre es das Gleiche, aber Mammon wäre nicht Mammon, wenn er seine Gefühle nicht leugnen würde und eben sehr wohl seinen Senf dazugeben würde. Aber er wurde nicht gefragt und so konnte Mammon getrost sich entspannen und musste sich nicht mit diesen Gefühlen auseinandersetzen.
Es wurde jetzt sowieso viel besser, denn Mammon hatte es tatsächlich geschafft Fred davon zu überzeugen mit ihm in sein Penthouse zu gehen. Hier, wo sie (fast) ungestört unter sich waren. Wieso fast? Nun, es gab durchaus Personen, die jederzeit auftauchen konnten. Seine rechte Hand und vertrauter Kisai und neuerdings auch seine Schwester Lilith. Doch an diese beiden verschwendete Mammon gerade keine Gedanken. Er hatte gerade sowieso nur Augen für Fred.
Diese war jetzt am Zug endlich zu verraten, welchen Song er nun spielen und singen sollte. „Also gut, Celine. Sing mir My Heart Will Go On“ darauf fiel also ihre Wahl und Mammon grinste und positionierte sich nun an sein Musikinstrument. “Eine wirklich ausgezeichnete Wahl. Nicht nur musikalisch, sondern ebenso auch was den Film angeht.” Musste er zugeben. “Besonders gut finde ich den Film ab der Stelle, wo das Schiff mit dem Eisberg kollidiert und man dann die Panik bei allen sieht. Löst immer ein wenig Heimatgefühle in mir aus.” Meinte Mammon. Panik, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit war oft in der Hölle anzutreffen. Für Mammon und alle anderen Höllenwesen wir Musik in den Ohren.
“Also gut, dein Wunsch sei mir Befehl.” Meinte er dann noch und legte seine Finger auf die Tasten und fing an zu spielen. Doch er spielte nicht nur, sondern fing auch noch an zu singen. Er mochte das Spiele und Singen sehr und das merkte man ihm auch an mit welcher Leidenschaft er dies tat. Während er spielte, sah er immer wieder zu Fred, wie diese darauf reagierte.
Doch jedes Lied endete auch irgendwann einmal und so auch dieses. Als Mammon zuende gespielt hatte, drehte er sich leicht zu ihr. “Und? zufrieden?”

