26.12.2025, 14:10
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
Tja, da hatte Fred ihn wirklich falsch eingeschätzt. Es störte ihn wirklich nicht. Natürlich gab es durchaus Liedstücke, die er nicht besonders kreativ und eintönig fand, aber diese peppte er einfach mit seiner eigenen Version auf. In der Hölle war es durchaus schon eine kleine Leidenschaft gewesen. Er hatte es nur irgendwann verdrängt gehabt. In der Hölle war für solche Leidenschaften kein wirklicher Platz gewesen und mal ehrlich… in der Hölle gab es fast nur Musikbanausen oder deren Musikgeschmack war einfach nur… unterirdisch. Auch war das nun wirklich keine sonderlich hilfreiche Foltermethode, denn Mammon hasste es schiefe Töne zu spielen oder sich gar zu verspielen. Nein, wenn er sich ans Piano setzte, dann musste es einfach immer perfekt sein bzw. machte er einfach keine Fehler. Das war zumindest seine Wahrheit.
Das Lied, welches sich jedoch Fred ausgesucht hatte, war durchaus schwierig, wenn man eben nicht sonderlich gut darin war. Für Mammon natürlich kein Problem. Doch bevor er nun Fred ihren Wunsch erfüllt, hatte er der Halbdämonin verraten, dass er den Film nicht übel fand und verriet sogar seine Lieblingsstelle und wieso sie diese war. Fred hatte gar nicht darauf reagieren können, denn da hatte der Teufelssohn auch schon angefangen zu spielen und zu singen.
Während der privaten Aufführung, sah er immer mal wieder zu Fred. Diese blieb aber einfach nur wie angewurzelt stehen und betrachtete ihn so… seltsam. Er wurde ja schon oft angesehen. Entweder war der Blick ängstlich, bewundert, unterwürfig oder andere dieser Merkmale, aber so… nein, bisher hatte ihn so noch nie jemand angesehen. Doch Mammon ließ sich davon erstmal nicht beirren und spielte weiter. Freds Blick wurde sogar irgendwie… sanft und… nein, so ganz konnte er das auch nicht deuten, denn warm ums Herz wurde dem Teufelssohn noch nie. Ja, er hatte ein Herz, was schlug, aber das es wärmer wurde wegen so einer Performance? Nein, sowas kannte er definitiv nicht.
Mammon konnte nicht anders als zu grinsen als Fred meinte, dass er ihre Erwartungen übertroffen hatte. “Natürlich habe ich das.” Meinte er nur. Jeden ihre Bewegungen und Schritte behielt er im Auge und hatte natürlich nichts dagegen, dass die Halbdämonin sich nun direkt neben ihn setzte. Es fühlte sich gut an sie so nah bei sich zu spüren. Das lag aber sicher nur daran, dass sie so verdammt gut in dem Kleid aussah. Sie war ja generell sehr attraktiv.
„Hätte nicht gedacht, dass du dir Filme wie Titanic ansiehst. Dachte dir wären dir zu schnulzig. Mit Liebe hast du es doch sonst nicht so“ Mammon schmunzelte. “Du siehst das von der falschen Perspektive.” Fing er an zu sprechen. “Durch solche Filmen kann man sehr gut sehen, wie man Menschen durchaus foltern kann. Bei manchen reichte es nur solche schnulzigen Musiken zu spielen, andere kann man wie in den Filmen foltern. Das ist wirklich erstaunlich und auch irgendwo dämlich FIlme zu produzieren, die Sehnsüchte von Menschen zeigt.” Verstand Fred, was er damit meinte? Vielleicht… womöglich… oder gar nicht. War das schlimm? Nein, nicht wirklich. “Sag bloß, dass du auf solche Filme stehst. Du hast es doch auch nicht so mit der Liebe.” Oder hatte er das falsch in Erinnerung?
Was die Fenster angingen, die von hier oben offenbarten, was unten im Club geschah, waren eine tolle Sache. “Uh, wir könnten direkt dort Sex haben und keiner würde es da unten je wissen.” Raunte er ihr entgegen und das direkt in ihr Ohr. “Wir sind hier ganz unter uns.” War das eine Drohung oder eher ein Versprechen? Nun, in ihrem Fall ein Versprechen. “Egal, was du gerne mit mir anstellen wollen würdest, es wäre hier oben unser kleines Geheimnis.” Moment… was sagte er denn da? Sie mit ihm? Moment… genau, er hatte das gesagt, weil er damit Sex meinte. Er fühlte sich nur wegen dem Sex zu ihr hingezogen. So einfach war das.

