22.01.2026, 20:15
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
„Natürlich. Auf der ganzen Welt kann mir niemand sonst Champagner anbieten“, erwiderte Fred sarkastisch. Was das anging hätte sie bestimmt auch bei anderen Leuten Glück gehabt. Der Sex hingegen war schon wieder eine andere Geschichte. Sie konnte sich nicht vorstellen mit einer anderen Person so guten Sex zu haben. „Ich hätte es noch eine Weile ausgehalten. Ich bin ein großes Mädchen und kann mich selbst um meine Bedürfnisse kümmern“, erklärte die Halbdämonin ihrem Gegenüber. Das sollte nicht wirklich als Überraschung kommen, denn sie hatte Mammon ja bereits gestanden wie feucht sie in der Vergangenheit geworden war, wenn sie in ihrem Bett gelegen und an ihn gedacht hatte.
Fred konnte sich bei Mammons nächsten Worten nur schwer das Lachen verkneifen und das war ihr deutlich anzusehen. „Du könntest mir alles geben? Warum solltest du das tun? Wir sind nicht mal in einer Beziehung. Warum solltest du mir dann alles geben, so ganz ohne Gegenleistung?“, hakte Fred nach. Langsam fragte sie sich wirklich, ob Mammon sich heute den Kopf ordentlich gestoßen hatte. „Aber davon mal abgesehen arbeite ich gerne. Es macht mir Spaß. Ich bin gerne unterwegs und schlage mich mit den bösen Jungs und Mädels“, fuhr die Dunkelhaarige fort. Ohne diese Tätigkeit würde sie sich verdammt langweilen, so viel stand fest.
„Ach, komm, du könntest dich doch trotzdem gut ablenken. Du hast doch all diese Leute hier im Club, die du in die Mangel nehmen könntest“, kam es Fred nun fast schon ein wenig bitter über die Lippen. Es passte ihr halt ganz und gar nicht, dass Mammon schon mit dem Großteil seines Personals geschlafen hatte und sie dies nun wusste. Ihr war ja klar gewesen, dass er ihr nicht treu war, aber sie hatte nie darum gebeten die Gesichter der Leute zu kennen, mit denen er sich vergnügte. „Es ist ja schön, dass du mich heiß machen willst, aber das klappt nicht, wenn du mir Dinge sagst, nur weil du denkst, dass ich sie hören möchte. Wenn du mir sagst, dass du mich vermisst, dann will ich mir sicher sein, dass es auch wirklich so ist. In der Vergangenheit wurde mir schon genug vorgemacht. Ich möchte jetzt einfach etwas Ehrliches“, hielt Fred fest. Entweder Mammon sagte ihr, dass er sie vermisste und meinte es auch so oder er sagte es ihr halt nicht. Beides war in Ordnung für sie. Sie wollte nur nichts vorgemacht bekommen.
„Und wie heißt dieser Ifrit? Nur damit ich mich nicht aus Versehen mal mit ihm anlege oder so etwas.“ Sich mit mächtigen Leuten anzulegen war schließlich nicht immer eine gute Idee, da konnte es nicht schaden den Namen zu kennen. Abgesehen davon konnte man eh nie zu viele Information sammeln, wenn man halbwegs ein doppeltes Spiel spielte.
„Du sagst, dass du umwerfend singen und spielen kannst, aber was ist denn mit dem Tanzen? Kannst du das auch? Wenn du es nicht könntest, wäre es irgendwie traurig, wenn den Leuten im Club keine anständige Tanzshow geboten wird. Musik und Tanz gehören doch zusammen“, dachte Fred laut. Sie nippte an ihrem Glas. „Ich würde nicht 'nein' dazu sagen, wenn du etwas für mich tanzt“, versuchte Fred Mammon ein wenig anzustacheln. Der Gedanke an seine kreisenden Hüften war schon irgendwie sexy, wenn man Fred fragte.
„Gut, all diese Dinge einfach durch die Schulden zur Verfügung zu haben, klingt schon praktisch“, gab die Halbdämonin zu. Blieb nur zu hoffen, dass Mammon nicht auf die Idee kam von ihr irgendwelche Information einzufordern, die sie ihm nicht geben wollte.
„Zu befriedigt geht doch gar nicht“, meinte Fred. Sie schmunzelte. „Ich habe das Kleid tatsächlich nicht nur für den einmaligen Kick an“, gab Fred zu. Sie nippte an ihrem Glas. „Es würde mir gefallen, wenn ich im Laufe des Abends das Kleid los werde. Mir würde es auch gefallen die Nacht mit dir im selben Bett zu verbringen. Am nächsten Morgen könnte die Person, die zuerst wach wird, die andere Person gleich mit Sex wecken“, dachte sie nun laut.

