11.02.2026, 20:09
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
„Dann kann ich das also als eine Art Bonus zusätzlich zum Gehalt betrachten?“, hakte Fred nach. Gegen so etwas hatte sie auf keinen Fall etwas einzuwenden, schließlich war sie chronisch pleite und würde im Zweifel bald sehr viel Geld brauchen, um zu versuchen unterzutauchen. Es war zwar fraglich, ob sie weit kommen würde bei dem Versuch Mammons Wut zu entkommen, wenn er herausfand, dass sie gelogen hatte, aber einen Versuch war's sicher wert.
Verdammt. Schlug ihr Herz etwa gerade etwas schneller, als Mammon sie wissen ließ, dass er sie als Person vermissen würde? Was sollte das denn jetzt? Fred hoffte sehr, dass sie gerade eine Herzrhythmusstörung entwickelte, denn alles andere wäre lächerlich und unpraktisch. Gefühle für Mammon. Das war doch albern!
Dann schüttelte Fred den Kopf. „Ich werde dich nicht auslachen“, ließ Fred Mammon nun wissen. Er war ehrlich und sprang hier gerade definitiv über seinen Schatten. Warum sollte sie da lachen? Dann atmete Fred tief durch. „Ich finde dich als Person auch nicht immer ganz schrecklich“, erklärte sie dann. Vermutlich war das eh schon offensichtlich gewesen. Immerhin hatte sie Mammon wissen lassen, dass sie hin und wieder an ihn gedacht hatte, wenn ihre Hand sich zwischen ihre Beine verirrt hatte.
Nun musste Fred kurz lachen. „Kann ich gerne machen, aber ich glaube, dass du den Film hassen wirst.“ Sie schmunzelte. „Oder stehst du auf Cheerleader?“, wollte Fred wissen. Wenn er denen nichts abgewinnen konnte, würde es ein...interessanter Filmabend werden.
„Man, bist du hilfreich“, neckte Fred Mammon und musste etwas lachen. Aber gut, sie würden sich auch so schon irgendwie auf einen Ort einigen können. Und sei es denn, dass sie sich gleich einfach auf den Boden sinken lassen würden.
Als Mammon nun nackt vor ihr stand, konnte Fred es kaum noch erwarten, dass es weiter ging, weswegen sie ihm auch eilig dabei half ihr Kleid los zu werden. Als Mammon dies nun zur Seite warf, entledigte Fred sich ihres BHs. Sie plante sich Mammon an den Hals zu werfen, aber seine nächsten Worte ließen sie kurz inne halten. Sie konnte sich nicht daran erinnern, dass ein Mann sie schon mal schön genannt hatte. Nicht in einem ernsthaften Kontext. Wenn irgendwer mit ihr Geflirtet hatte, waren die Worte vielleicht mal gefallen, aber sie waren einfach nur dahin gesagt gewesen, damit sie sich für den entsprechenden Kerl auszog. Bei Mammon war es anders. Er hatte diese Worte nicht sagen müssen um zu bekommen, was er wollte. Das hatte er bisher ja auch ohne solche Aussagen. Diese Tatsache sorgte dafür, dass sich alles irgendwie intimer und ehrlicher anfühlte. Daher verschlug es Fred ein wenig die Sprache und sie sah Mammon nur mit großen Augen an.
Aber zum Glück war es jetzt auch gar nicht mehr nötig, dass sie ganze Sätze formen konnte, denn Mammon küsste sie. Fred ließ den Kuss schnell leidenschaftlicher werden, denn sie wollte Mammon auf diese Art zeigen, dass sie sich geschmeichelt fühlte, wenn er sie schön nannte. Während sie sich küssten, legte sie ihre Hände auf Mammons Brust und schob ihn sanft Richtung Klavier. Ob er sich dann wirklich fürs Klavier entschied oder den Weg noch bis zur Bar weiter fortsetzte, war dann Mammon überlassen.

