08.03.2026, 16:19
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
Wie konnte das nur sein? Wie konnte dieses Seufzen von Mammon fast noch erregender auf Fred wirken als jedes Stöhnen, das bisher in ihrer Gegenwart über seine Lippen gekommen war? Wieso fühlte sich dieses Seufzen so intim an? Immer wieder fragte Fred sich, was hier eigentlich geschah. Bildete sie sich am Ende ein, dass sich alles so anfühlte, als wären gerade von beiden Seiten aus Gefühle im Spiel? Oder war es tatsächlich so? Eigentlich konnte sie sich das kaum vorstellen, aber es fühlte sich dennoch extrem danach an. So vertraut. So intim. Als würde die ganze Welt gerade still stehen und dieser Augenblick nur ihnen gehören.
Auch wenn Mammon nichts sagte, verstand Fred, was er ihr zu verstehen geben wollte, als seine Hände sich auf ihre Oberarme legten. Brav, aber dennoch im gemütlichen Tempo küsste sie sich wieder nach oben. Als sie dann in der gewünschten Position angekommen war, ließ sie sich widerstandslos auf den Rücken drehen. Gerade war es ihr egal wer von ihnen oben war. In diesem Augenblick zählte für Fred nur, dass sie sich nahe waren und niemand sie stören würde.
Mammons stumme Frage beantwortete die Halbdämonin mit einem Nicken. Ja, sie wollte Mammon jetzt in sich spüren. Wenn sie ehrlich war, wollte sie ihn ständig in sich spüren. Mit niemanden sonst hatte sie bisher so guten Sex gehabt. Wie konnte sie da nicht dauerhaft daran denken immer und immer wieder mit Mammon zu schlafen?
Wohlig stöhnte Fred auf, als Mammon in sie eindrang. Es fühlte sich wie eine Erlösung an und irgendwie wie etwas, was ihr vermitteln sollte, dass es hier nicht nur um die Befriedigung von Trieben gehen sollte. Es war schön, auch wenn es so anders war als sonst.
Für gewöhnlich schloss Fred genüsslich ihre Augen, wenn Mammon sich nahm, was er wollte, aber heute tat Fred dies nicht. Sie sah Mammon tief in die Augen während sie miteinander schliefen. Verdammt, warum begann es so in ihrem Bauch zu kribbeln, wenn Mammon ihr bis in die Seele zu blicken schien? Warum konnte sie nicht anders als ihm endlos in die Augen zu blicken und sich in diesen schönen Augen zu verlieren? Ohne das Fred es merkte, nahm ihr Blick ebenso liebevolle Ausmaße an, wie Mammons Blick. Ihre Züge wurden sanft und ihre Hände wanderten zärtlich über Mammons Körper. Während sie sich im Rhythmus bewegten, begann Fred nun damit Mammon wieder in einen ausgedehnten Kuss zu verwickeln. Der Kuss sagte das aus, was Fred sich gerade nicht auszusprechen wagte. Sie mochte Mammon. Sie mochte ihn sogar sehr. Und genau in diesem Moment war sie kurz davor ihn doch als ihren Herrscher anzuerkennen, obwohl sie am Anfang stets behauptet hatte, dass sie dies nie tun würde.

