Gestern, 19:28
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
Was sollte das? Warum hörte er jetzt auf? Fred verstand die Welt nicht. Es war doch gerade alles perfekt gewesen, warum hielt Mammon dann inne? Und warum sah er sie so an? Ging ihm etwa jetzt erst auf, dass gerade etwas Anders war als sonst? Mammon war doch sonst nicht schwer von Begriff. Daran konnte es dann also nicht liegen. Was war es also dann?
Doch dann kam die Frage und Fred verstand die Situation etwas besser. Sie war froh, dass Mammon sich scheinbar nicht über irgendwelche Gefühle, die da im Spiel sein könnten, lustig machen wollten, aber angenehm war diese Frage dennoch nicht. Fred wusste einfach nicht, was genau mit ihr los war. Sie hatte das Gefühl, dass es so etwas wie Liebe sein könnte, was sich in ihr regte, aber sie wollte es nicht wahr haben und ganz sicher wollte Fred es auch nicht laut aussprechen. Es kam ihr albern vor und eigentlich wollte sie auch nicht riskieren, dass das mit Mammon irgendwie ernst werden könnte. Durch ihre Lüge war so schon alles kompliziert genug, da konnte Fred nicht noch irgendwelche ernsthaften Bindungen gebrauchen. Im Grunde hätte sie heute einfach umdrehen sollen, als sie Mammon im Club entdeckt hatte.
Nachdem sie nun einen Herzschlag lang gezögert hatte, seufzte Fred. „Dir ist bewusst, dass solche Gespräche beim Sex der totale Stimmungskiller sind, oder?“, wollte Fred nun wissen. Dann legte sie ihre Stirn in Falten. „Warum interessiert dich das eigentlich so sehr, dass es nicht bis später warten kann? Du bist doch kein High School Mädchen, das mit dem Star des Footballteams schläft und wissen will, ob das jetzt die große Liebe ist.“ Wobei Mammon sich ja eigentlich genau so unsicher angehört hatte. Ob das wohl hieß, dass sie ihm etwas bedeutete? Hilfe, wie sollte sie denn jetzt damit umgehen? Es war schon so lange her, dass jemand ihr gegenüber von Liebe gesprochen hatte und rückblickend konnte Fred nicht mal sagen, ob das damals nicht nur eine Lüge gewesen war. Die Situation wuchs ihr gerade über den Kopf. „Wieso kann nicht einmal etwas unkompliziert bleiben?“, murmelte Fred dann.

